Gemütliche Abende am Kaminfeuer
Wenn das Wetter mal wieder dazu einlädt, zu Hause zu bleiben, sehnt man sich gerne nach ein wenig Behaglichkeit, um den Gemütszustand wieder zu verbessern. Mit einem wärmenden Kamin lässt sich im Handumdrehen eine angenehme und heimelige Atmosphäre in den eigenen vier Wänden erzeugen.
Kamine versinnbildlichen seit jeher die Sehnsucht und das Ideal von Gemütlichkeit mit romantischem Anklang. Unzählige romantische Assoziationen schwirren einem beim Gedanken an einen Kaminabend durch den Kopf. Wer zu Hause bei schlechtem Wetter seine Seele in trauter Zweisamkeit baumeln lassen möchte, findet in einem Kamin das passende Wohnaccessoire für solche Gelegenheiten.
Doch der Kamin war bei weitem nicht immer eine so romantische Angelegenheit. In seiner Anfangszeit war der Kamin eine schlichte Feuerstelle in der Mitte des Raumes. Der Kamin hatte einzig und allein den Zweck, Hitze für die Speisenzubereitung zu erzeugen. Dass ein Kamin auch noch Wärme entwickelte, war ein angenehmer Nebeneffekt. Das größte Problem bei der Kaminnutzung im Raum war jedoch die Rauchentwicklung. Durch die Positionierung in der Mitte des Raumes konnte der Rauch ohne einen passenden Abzug kaum entweichen. So war es lange Zeit usus, dass die Haustüren bei angefachtem Kaminfeuer sperrangelweit offen standen, damit der Rauch abziehen konnte.
Mit dem ersten Rauchfang konnte man das "Problem Rauch" ein wenig lindern. Allerdings war man auch zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt von romantischen Abenden am Kaminfeuer. Diese konnten erst mit der Entwicklung des Schornsteins entstehen, denn erst der Schornstein sorgte im späten 19. Jahrhundert dafür, dass zumindest in bürgerlichen Stuben ein Kaminfeuer ohne große Belästigung durch Rauch genossen werden konnte.
Dass das Kaminfeuer heute für Romantik steht, ist sicherlich auch der Kunst zu verdanken, die das Bild vom heimeligen Kamin immer wieder in zahlreichen Abbildungen transportiert hat.
| < Zurück | Weiter > |
|---|